Ambrose Bierce

Er hatte nicht nur eine spitze Zunge, sondern auch eine spitze Feder, die Rede ist von Ambrose Bierce geboren am 24. Juni 1842 im schönen US-amerikanischen Bundesstaat Ohio. Durch die erdrückende Enge des rechtschaffenen Puritanismus flüchtet Bierce mit der kompletten Familie aus Ohio und machte eine Ausbildung in einer Druckerei. Danach besuchte er das Militärinstitut in Kentucky und von 1861 bis 1865 kämpfte er im amerikanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Union gegen die rebellischen Südstaaten. Dort arbeitete sich Ambrose Biece vom Trommler zum Offizier hinauf. Das menschliche Leid, das er dort erlebte und täglich vor Augen hatte – schrieb er in zahlreichen Erzählungen nieder, wie zum Beispiel: „Das Gefecht am „Coulter-Pass“ oder, „Die Spottdrossel“.

1868 zog Ambrose Bierce für vier Jahre nach San Francisco und im großen Zeitungs-Mekka schrieb Bierce seinen allerersten Artikel, der rasch zur Feuillton Berühmtheit wurde und für die bekannte Tageszeitung „News-Letter“ leitete Bierce die Kolumne. 1870 lernte er die junge Mollie Day kennen, die er im Dezember 1871 heiratete. In den Jahren 1872 bis 1875 verbrachte Ambrose Bierce mit seiner Ehefrau in London und arbeitete für viele Tageszeitungen. Journalistisch gesehen arbeitet Bierce sporadisch, und wenn er schrieb – schrieb er hauptsächlich für die neue Zeitschrift Argonaut.

Erst 1881 stieg er voll ins journalistische Geschäft ein und schreib für die satirische Wochenzeitung „Wasp“ und für den „Examiner“. Examiner gehörte dem großen Zeitungsverleger W.R. Hearst – mit dem Bierce bis 1909 zusammenarbeite. Auf Hearsts Drängen verlässt Ambrose Bierce die Westküste 1896 und arbeitet als Korrespondent in Washington. In den 90er Jahren im 18. Jahrhundert erschienen auch die ersten Sammelbände in Amerika, mit Erzählungen von Bierces, wie zum Beispiel „Tales of Soldiers and Civilans“ oder „Fantastic Fables“.

Nach 1900 holen Bierce Bitterkeit und Misanthropie ein und dies lag mit Sicherheit daran an den frappierenden Kriegserlebnissen. Aber auch persönliche Tragöden prägten das Menschenbild des Schriftstellers. Dazu gehörte vor allem der Tod von seinem ältesten Sohn. Denn dieser wurde getötet bei einer Auseinandersetzung von einem jungen Mädchen. Weitere Schicksalsschläge holten ihn ein, denn zwei Jahre später verlässt ihn seine Frau und 1001 stirbt sein zweiter Sohn – dieser hatte sich zu Tode getrunken.

Das Ende von Ambrose Bierce ist nicht nur abenteuerlich, sondern sehr mysteriös, denn seine letzte Reise war ohne Wiederkehr. Denn am zweiten Weihnachtsfeiertag im Jahre 1913 schreib er seiner langjährigen Vertraute der Sekretärin Carrie Christiansen – was mich betrifft, so werde ich morgen von hier Abschied nehmen, ohne das ich weiß, welcher Bestimmungsort mich erwartet. Denn offenbar stürzte sich der 71 jährige voll in den mexikanischen Bürgerkrieg und wurde angeblich von Regierungstruppen oder Rebellen hingerichtet. Deshalb ist sein Todesdatum nicht bekannt und er galt 1914 als verschollen.