Ephraim Kishon

„Alles auf der Welt ist zu kaufen – außer Liebe, und außer Neid“

dieses Zitat stammt aus der Feder von Ephraim Kishon. Der israelische Journalist und Schriftsteller ungarischer Abstammung schuf nicht nur in den 60er Jahren bedeutende Werke, sondern war ein brillanter Dramatiker und Satiriker.

Ephraim Kishon wurde am 23. August 1924 in Budapest geboren als Ference Hoffmann. Sein Vater Dezsö war Bankdirektor und seine Mutter von Beruf Sekretärin. Nach dem Abitur. Da Kishons Familie vollkommen assimiliert ist, u lernte er in seiner Jugend weder Hebräisch noch Jüdisch. Sehr früh zeichnete sich seine spätere Berufung zum Schriftsteller ab, denn er erlangte schon 1940 den 1. Preis des ungarischen Novellenwettbewerbs für Mitschüler. Sein Abitur hat Kishon im Jahre 1941 mit Auszeichnung bestanden und aufgrund des eingeführten Judengesetztes – durfte er leider nicht studieren. Und so beginnt Ephraim Kishon eine Lehre als Goldschmied.

Nachdem sein Vater im Dritten Reich 1942 in ein Arbeitslager geschickt wurde, wurde auch Ephraim mit 220 ehemaligen Gymnasiasten in ein Arbeitslager in der der Nähe der slowenischen Stadt Jolsva deportiert. Dieser Todesmarsch nach Jolsva dauerte drei Wochen. Vor der Überschreitung der polnischen Grenze 1945 floh Kishon aus dem Gefangentransport und überlebt nur, da er als Nichtjude getarnt war.

Nach der Kriegszeit beginnt Kishon ein Studium an der Akademie für Metallskulptur und 1946 heiratet er Eva Klamer. Und noch im selben Jahr schickt die Tante Anna von Ephraim ohne sein Wissen seine allererste Satire zu einem Romanwettbewerb der führenden ungarischen Literaturzeitung und er bekam den ersten Preis. Aber diese Satire wurde niemals veröffentlicht und darum schrieb er später basierend auf dieser Satire, seinen Roman „Mein Kamm“.

Mit seiner damaligen Frau floh Ephraim Kishon nach Israel und dort arbeitet er als Pferdeknecht, Agraknecht, Elektriker und sogar als Latrinenreiniger. Sowie schrieb er für die Zeitung „Uj Kelet“ 1959 heiratet Kishon seine zweite Frau Sara und von da an beginnt auch die große Karriere von Ephraim Kishon.

1981 zog er in die Schweiz und hier entstanden viele Werke des großartigen Schriftstellers, wie zum Beispiel „Es war die Lerche“ oder „Der Blaumilchkanal“. Außerdem schrieb er viele Drehbücher für beliebte Fernseh- und Hörspiele und übernahm selbst die Regie. Und so erfolgten 1992 in St. Pölten unter seiner Regie die deutsche Erstaufführung seiner Komödie „Kein Wort zu Morgenstern“ sowie die Comedy-Serie „Sarah und Ephraim“.

Aus der Ehe mit Sara hatte der Schriftsteller drei Kinder und Kishons literarisches Lebenswerk, bestand schon aus über 50 Büchern, die in 37 Sprachen übersetzt wurden. Neben zahlreichen Preisen erhielt er 1985 auch die goldene Kamera. Im Frühjahr verstarb die beste Frau von allen, Sara und ein Jahr später heiratete Ephraim Kishon die Wienerin Lisa Witasek. Zu seinem 80. Geburtstag erschien im Sommer 2004 alle Romane vom deutschen Verlag Langen Müller als Jubiläumsausgabe, die alle Prosawerke Kishon umfasst.

Am 29. Januar verstarb dieser großartige Mann Ephraim Kishon in Appenzell, aber er wurde in Tel Aviv beigesetzt.