Marie von Ebner-Eschenbach

Freifrau Maria von Ebner-Eschenbach erblickte das Licht der Welt am 13.09.1830 auf Schloss Zdislawitz in Mähren und ihre Jugendzeit verbrachte Sie auf dem väterlichen Landsitz in Mähren. Durch ihren katholischen Vater Major Franz Graf Dubsky gehörte Maria von Ebner-Eschenbach zum böhmischen Uradel und ihre Mutter starb kurz nach der Geburt. Durch den Umgang mit tschechischen Dienstboten sowie französischen und deutschen Gouvernanten wuchs Ebner-Eschenbach mehrsprachig auf.- Während die Familie jedes Jahr über mehrere Monaten in Wien lebte, nahm ihre Stiefmutter Xaverine – Marie häufig mint ins Burgtheater und gab ihr literarische Anregungen.

Schon im Alter von achtzehn Jahren heiratete Marie geborene Baronin Dubsky ihren fünfzehn Jahre älteren Cousin Moritz von Ebner-Eschenbach und dieser lehrte in Wien an der Ingenieur-Akademie bis 1850.

Marie von Ebner-Eschenbach war eine großartige österreichische Schriftstellerin und durch ihre psychologischen Erzählungen gilt sie als eine der bedeutendsten deutschen Erzählerinnen des 19. Jahrhunderts. Das große Talent wurde auch schon sehr früh geschult und daher wurde, ihr mit 11 Jahren, die Aufgabe erteilt, die Bibliothek ihrer verstobenen Großmutter einzuordnen. Dabei konnte sie nach ihrer eigene Wahl ohne jegliche Störungen und Leitungen lesen. Und durch diese Autodidaktik wurde Freifrau Maria Ebner-Eschenbach von Autoritätsglauben bewahrt und so konnte sie schon in frühen Jahren ihren Freigeist sowie ihre Unabhängigkeit von aller Metaphysik fernhalten.

Schon 1876 gelang Freifrau Maria von Ebner-Eschenbach ihr erster Durchbruch durch ihren ersten Kurzroman „Božena“, der sogar in der „Deutschen Rundschau“ abgedruckt wurde. Ab dann versuchte sie sich als Schriftstellerin und dies mit vollem Erfolg und so entstanden Werken wie zum Beispiel „Maria Stuart in Schottland“, das Lustspiel „Das Veilchen“ oder das Märchen „Die Prinzessin von Banalien“.

Durch ihre große Begabung als Aphoristikerin unterhielt sie zahlreiche literarische Beziehungen und Künstlerfreundschaften, darunter zählte auch unter anderem die Luisa von Francois und Heinrich Laube. Freifrau Maria Ebner-Eschenbach erhielt 1898 als erste Frau überhaupt das Ehrenzeichen für Wissenschaft und der Kunst, dies ist der höchste Orden, den es in Österreich gab. An ihrem siebzigsten Geburtstag wurde Marie Ebner-Eschenbach an der Universität Wien zum Ehrendoktor der Philosophie ernannt. Aber die Freifrau Maria von Ebner-Eschenbach war nicht nur eine großartige Schriftstellerin, sonder, schrieb auch brillante Zitate. Am 12. März 1916 verstarb Marie Ebner-Eschenbach in Wien.