Bertolt Brecht

Bertolt Brecht war nicht nur Schriftsteller und Regisseur, sondern war ein einflussreicher Lyriker und deutscher Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Seine Dramen verbinden künstlerische sowie Lebhaftes miteinander und seine lyrischen Werke stellte er in den Dienst seiner marxistischen Auffassung und Brecht erschuf neue Impulse für eine moderne Lyrik.

Bertold Brecht schuf viele vielseitige Werke, das unter anderem 1.300 Gedichte, diverse Lieder sowie Zitate, Tagebücher, 150 Prosatexte, Romane und zahlreiche Briefe und Fragmente umfasst.

Brecht wurde am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren und nach seinem Abitur studierte er Medizin in München und leistet auch in dieser Zeit Sanitäts- und Kriegsdienst. Nach dem Krieg setzte er sein Medizinstudium fort, nahm aber mit Vorzug an den theaterwissenschaftlichen Vorlesungen teil und beschäftigte sich mit seinen eigenen literarischen Plänen.

Schon 1923 wurde er in Dramaturg an den Münchener Kammerspielen und ein Jahr später fungierte Brecht am Deutschen Theater. Noch im gleichen Jahr ließ er sich als freier Schriftsteller in Berlin nieder und durch die Beziehung zu Helene Weigel, begann er sich außerdem mit dem Marxismus zu beschäftigen.

1928 fand Bertolt Brechts Uraufführung der „Dreigroschenober“ statt und diese war sehr erfolgreich und genau dieses Stück erbrachte ihm Weltruhm. Nach der großen Machtergreifung der Nazis floh Brecht über Österreich in die schöne Schweiz, danach nach Dänemark, England, Schweden, Sowjetunion und dem sonnigen Kalifornien. Diese Exil Jahre waren Bertolt Brechts erfolgreichsten Jahren, in der er viele Stücke, wie zum Beispiel „Der kaukasische Kreidekreis“ schrieb. Somit war die Exilzeit Brechts – theatertheoretischen Weiterentwicklungen von Lehre und der Kunst.

1948 zog Brecht mit seiner Ehefrau nach Ostberlin und gründete dort das Berliner Ensemble – das ab 1954 im Theater am Schiffbauerdamm aufgeführt wurde. Und in diesem Ort konnte Brecht – Inszenierungen fremder und auch seine eigene Stücke wie William Shakespeare oder Jakob Michael Reinhold Lenz ausprobieren. Inzwischen nahm Brecht die österreichische Staatsbürgerschaft an und kaufte sich ein Haus in der märkischen Schweiz. Trotz der österreichischen Staatsbürgerschaft erhielt Bertolt Brecht viele wichtige Preise, wie zum Beispiel den Nationalpreis 1. Klasse der DDR.

Aber auch seine Stücken für andere Medien wie Film und Rundfunk hatten großen Erfolg. Dazu gehörte das Radiostück „Flug der Lindberghs“ oder das Drehbuch „Kuhle Wampe“. Zudem beschäftigte sich Bertolt Brecht mit der Literaturtradition, in dem er Gegenentwürfe schuf und seine eigenen Werke unterzog er immer wieder Veränderungen sowie einer kritischen Aktualisierung. Dieser großartige Mann verstarb am 14. August 1956 in Ostberlin und hinterließ viele einzigartige Werke, die bis heute noch große Bedeutungen haben.